Trauerfall

 - was ist zu tun?

Sie haben einen Trauerfall in der Familie und benötigen Hilfe?

  • Wenden Sie sich an ein Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl
  • dieses erledigt alle Formalitäten für Sie
  • auch den Kontakt mit Pfarrer Dr. Sebastian Mukoma oder unseren Hauptamtlichen, die ebenso die Trauerfeier halten dürfen
  • danach gibt es ein Gespräch mit dem/der Beerdigungsleiter/-in, bei dem der Inhalt der Trauerrede und der Ablauf der Beisetzungsfeier besprochen wird
  • wenn Sie möchten, feiern wir im Werktagsgottesdienst ein Requiem für den/die Verstrobene/n

Beerdigung/Trauerbegleitung

In der Liebe Gottes ist die Liebe unter uns Menschen aufgehoben und lässt uns auch über den Tod hinaus verbunden sein. Lebendigen Ausdruck findet diese Hoffnung im Gedenken an unsere lieben Verstorbenen vor Gott:

Im Dank- und Bittgebet, in der Feier der Eucharistie und in der Liturgie sind und bleiben wir mit unseren Verstorbenen verbunden in der Gemeinschaft der Heiligen. Gottesdienst und Gebet können auch Orte sein, das, was zu Lebzeiten des Verstorbenen unausgesprochen und offen blieb, heilsam und versöhnend vor Gott zum Ausdruck zu bringen.

Beim Begräbnis ihrer verstorbenen Mitglieder feiert die christliche Gemeinde den Tod und die Auferstehung des Herrn; sie gibt ihrer gläubigen Hoffnung auf die Wiederkunft Christi und die Auferstehung der Toten Ausdruck. So ist die Begräbnisfeier „Verkündigung der Osterbotschaft im Trauerkleid“: Sie erinnert daran, dass die Verstorbenen durch die Taufe mit Christus verbunden sind, so dass sie nicht nur mit ihm sterben, sondern auch mit ihm neues Leben haben.

Jedes Begräbnis ist Anlass der Besinnung auf das Sterben jedes Menschen und auf Gottes aufrichtendes Gericht und seine Barmherzigkeit. Die Fürbitte für die Verstorbenen, die für die katholische Begräbnisliturgie zentral ist, macht deutlich, dass die Gemeinschaft der Kirche die Sorge um den Verstorbenen, der weiter zudieser Gemeinschaft gehört, und die Angehörigen über das Sterben hinaus wahrnehmen will.

Die Achtung, die wir Christen den Toten entgegenbringen, zeigt sich darin, dass wir ihre Namen auf das Grab schreiben. Jeder Mensch hat nicht nur einen bürgerlichen Namen, er hat auch und vor allem bei Gott einen Namen. Wir sind vor Gott nicht anonyme Wesen, sondern seine geliebten Kinder, Schwestern und Brüder Jesu Christi. Gott hat jeden Menschen „beim Namen gerufen“ (Jes 43,1). Unsere Namen „stehen im Buch des Lebens“ (Phil 4,3). Wir bringen das Gedächtnis der Toten vor Gott und erinnern uns ihrer in der Feier der Liturgie.

Entscheidend ist, bei Gott einen Namen zu haben.

Konkrete Schritte in unserer Gemeinde

Gerne können Sie mit Pfarrer Dr. Sebastian Mukoma Kontakt aufnehmen zur Spendung der Krankensalbung und mit Pfarrer Dr. Mukoma oder Diakon Jochen Werner zur Spendung der Wegzehrung. Sie können auch Frau Pastoralreferentin Ulrike Weihrauch um das gemeinsame Gebet bitten und auch andere Christinnen und Christen, zu denen Sie Vertrauen haben. Es ist gut, in schweren Stunden nicht allein zu sein.

Hilfen für die persönliche Gestaltung der christlichen Begleitung in Leid und Not, in Krankheit und im Angesicht des Todes finden Sie im Gotteslob Nr. 17 und 18. Auch die Andacht in Krankheit und Not Nr. 680,5 kann die Nähe Gottes auch in dieser Erfahrung ausdrücken helfen und verbunden werden mit Abschnitten aus 675,3; 677,4; 680,8; 675,4; 680,7 und 680,9. Auch Lieder und Gebete, die dem Verstorbenen vertraut waren, können hier einen guten Raum eröffnen, in dem sich die Verbindung der Lebenden und der Verstorbenen spürbar und lebendig erweisen kann.

Unmittelbar nach dem Sterben

Die Hauptamtlichen stehen Ihnen gern zur Seite, um die ersten Schritte des Loslassens und der Trauer zu begleiten. Sie können aber auch selbst diesen Dienst am Verstorbenen und an der Familie tun, wenn Ihnen das möglich ist.

Ein Hausgebet für Verstorbene finden Sie im Gotteslob Nr. 28.

Zur Vorbereitung der Beerdigung

Derjenige Seelsorger oder Seelsorgerin, der die Beerdigung oder Trauerfeier leitet, wird zum Gespräch zu Ihnen kommen, um eine dem Verstorbenen und den Angehörigen entsprechende Gestaltung der Feier und der Predigt vorbereiten zu können und, wenn gewünscht, mit Ihnen zu beten. Sonst wird er es für Sie und stellvertretend für Sie tun. In diesem Gespräch steht das im Mittelpunkt, was Sie aus dem Leben des Verstorbenen und Ihrer Beziehung zu ihm erzählen möchten. Einen Lebenslauf müssen Sie nicht vorbereiten. Sie sind eingeladen, Texte, Gebete, Lieder, persönliche Worte, die Sie für wichtig halten, einzubringen. Gerne gibt ihnen der Seelsorger Raum dazu.

Nach der Beerdigung

In der Regel findet am Tag der Beerdigung kein Requiem statt. Dies kann in den Wochen nach der Beerdigung in einem Gemeindegottesdienst sein, wenn es vom Bezug des Verstorbenen oder der Familie zur Eucharistie her stimmig ist.

In jedem Sonntagsgottesdienst der Gemeinde wird der Verstorbenen gedacht, besonders aufgegriffen wird der Verstorbene im Gottesdienst des nächsten Sonntages nach dem Bekanntwerden des Todes.

Trauerbegleitung

Es kann hilfreich sein, mit Menschen zusammenzukommen, die auch mit dem Verlust eines lieben Menschen umgehen müssen. Im Moment bieten wir keine eigene Trauergruppe für unsere Seelsorgeeinheit mehr an, aber wir vermitteln über die Pfarrbüros oder das Dekanatsbüro gerne den Kontakt zu Trauergruppen oder zum Trauercafé in Böblingen. Viele Menschen haben solche Formen des Austausches und der Gemeinschaft als wichtige Trittsteine in der Trauer erfahren dürfen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Gottes Segen in Leid und Trauer.

Ihre Seelsorger/innen:

Pfr. Dr. Sebastian Mukoma
Diakon Jochen Werner
Pastoralreferentin Ulrike Weihrauch